PROSPER / 2014

1 / 1

kugel II 40x50cm / c-print

1 / 1

samen 158x127cm / c-print

1 / 1

monolith/parasit 60x48cm / c-print

1 / 1

epithyt 158x127cm / c-print

1 / 1

mauer 35x26cm / c-print

1 / 1

urpflanze 40x50cm / c-print

1 / 1

o.T. 35x26cm / c-print

1 / 1

gondwana 65x52cm / fine art inkjetprint

1 / 1

königin der nacht 100x75cm / fine art inkjet print

1 / 1

kugel I 158x127cm / c-print

1 / 1

o.T. 158x127cm / c-print

1 / 1

o.T 70x45x30cm / Blumenstrauß, Glasvase, Vakuumhaushaltstüte

1 / 1

1 / 1

1 / 1

Halle 14, Spinnerei Leipzig, 2014

1 / 1

1 / 1

Gondwana at "Gold, Steam, Tar & Feather", Brotfarbik Galerie Berlin

Die Arbeit „prosper“ hinterfragt interpretatorisch die Wahrnehmung von Natur- und
Kulturraum in unserer heutigen Gesellschaft. Wie findet Natur in unserer so kultivierten Umwelt statt?
Manifestiert sich Kulturlandschaft als IST-Zustand und wird deshalb als natürlich betrachtet?
„prosper“ bewegt sich in diesem nicht definierten Zwischenraum. Der Betrachter sieht sich mit einer ganzen Reihe
von konstruierten Bildern konfrontiert, die wuchern, eingrenzen, sich umformen und in denen sich ein
menschlicher Gestus einschreibt. Künstlichkeit und Ursprünglichkeit werden gegenüber gestellt und finden doch
zusammen. Dabei schreibt sich auch immer wieder die Reflektion über fotografische Techniken ein.
Ruderalvegetation, die nach Interpretation des Autors, die wahre freigelassene Natur darstellt, wird im Prozess als Skulptur wahrgenommen und mit diesem Gedanken auch im Medium umgesetzt.




“prosper” questioned 's and interprets the perception of natural and cultural spheres in our modern society.
Where do we find nature in such a cultivated surrounding?
And do cultural spheres manifest a status quo and are therefore considered natural?
“prosper” concerns between this undefined space. The viewer is confronted with constructed photographs.
Sprawling, isolating, transforming images where you slightly get a deranged feeling of human gesture.
Artificiality and originality are counterparts but get together.
In that process photographic techniques are questioned as well.
In the interpretation of the author ruderal species represent the real unleashed nature.
In that point nature is more perceived as sculpture and accomplished in the work.

 
 
 
LUCIS / 2014
1 / 13

artist book // first edition 4 // 270x180mm, hardcover, 86 pages // wax print on recycling paper, 2014

 
 
 
†081930 / 2013
1 / 1

1 / 1

1 / 1

1 / 1

In 1930 C. faked his suicide, to become the occult counsellor of Hitler.



60x40cm each, framed

 
 
 
APORIA / 2012
1 / 14

150x120cm each, lambda prints, framed, 2012

Essay von Bastian Gehbauer



Eric Meiers Werkgruppe »Aporia«, konfrontiert uns mit einem
Ort, der den Durchgang verwehrt, keine offenen Türen,
kein Ausweg. Der Blick schweift von mächtigen Stämmen zu
kleinsten Verästelungen, man sieht verschiedene Jahreszeiten
und Vegetationen mit der immer gleichen Botschaft: Sackgasse.
Bis hierhin und nicht weiter.

Wir sind im Wald, nicht aber an dem Ort, den wir aus Märchen
und Mythen kennen, romantisch verklärt, einladend. Nein,
im Gegenteil. Schroff und abweisend erhebt sich das Gewächs.
Man möchte meinen um zu begrenzen, zu teilen zwischen dem
Drinnen und dem Draußen. Dem Vorher und dem Nachher.
Abwehrend wird Zugehörigkeit geklärt. Fast, so möchte man
meinen, sehen wir in den Motiven »Aporias« Schutzwälle einer
abstrakten Natur, die sich massiv der normierten Zivilisation
entgegenstemmen, als könnte der Wald dadurch seine Ursprünglichkeit
verteidigen, die Zeit zurückdrehen um dem
regulierenden Eingriff des Menschen zu entgehen.
Das kann er nicht, natürrlich. Eric Meier jedoch kann, wenn
auch nur mit Hilfe einer Illusion. Durch die scheinbare Willkür,
der wohlkomponierten Doppelbelichtungen, also die Überlappung
einzelner Aufnahmen entsteht ein absolutes Gewirr,
das die wohlsortierte Strenge eines gepflanzten Fichtenwaldes
konterkariert, den Kulturwald ad Absurdum führt.
Die Farblosigkeit der Motive unterstreicht diesen Gedanken,
indem sie den Abstraktionsgehalt der Arbeit erhöht. Wir sollen
uns nicht festhalten oder orientieren können an den gewohnten
Assoziationen, die der Gedanke an Wälder evoziert.

Keine grüne Lichtung, die uns die Sicht öffnet. Kein bunter Herbstwald, der
uns mit dem kommenden Winter versöhnt. Nur die Grautöne,
die wir sonst von den Auswüchsen der Industriearchitektur
kennen, breiten sich vor uns aus. Graue Mauern der Undurchdringlichkeit,
der erdrückenden Ausweglosigkeit, der Aporie.



Translation by Stephanie Tarling



Eric Meier’s group of works »APORIA« confronts us with
a place: there is no way through, no open doors, no way out. Our
observation wanders from mighty trunks to the smallest branches;
there are di!erent seasons and vegetation with the same message:
dead end. Up to here and no further.

We are in a forest but not in the place we know from fairytales
and myths, not romantic and inviting. On the contrary the
growth is harsh and repellent. We want to make a division, to
separate between the inside and the outside, before and after.
A"nity is clarified in a deterrent way. It is almost as if »APORIAS«
motives depict the ramparts of an abstract nature which are
making an embittered stand against normal civilisation, as if
the forest can thus defend its primeval state. To turn back time
to avoid the regulations imposed by man. Of course this is not
possible. However, Eric Meier is capable of this, even if he is only
creating an illusion. The apparent arbitrariness of the wellcomposed
double exposures, the overlapping of individual
pictures, creates a complete tangle which is in direct contrast to
the regimentation of a planted spruce forest and makes a complete
mockery of the cultivated forest.

The lack of colour in the motives underlines these thoughts by
heightening the abstract contents in the work. We should not be
able to hold on to or orientate ourselves to the normal associations
that the thought of forests evokes. No green glade opens the view;
no colourful autumn wood reconciles us to the approaching winter.
Only the grey shades which we commonly associate with the
excesses of industrial architecture appear before us. Impenetrable
grey walls of crushing hopelessness, of aporia.
Login  •  Built with Seedbox
Untitled Document